JSP Gruppe

Boxer-Motor

Boxer-, V-, R-, VR-Motor

Ein Motor ist eine Wärmekraftmaschine, die durch innere Verbrennung eines Kraftstoff-Luftgemisches mechanische Arbeit verrichtet. Motoren werden u.a. unterteilt nach:

  1. Gemischbildung und Zündung (Otto- und Dieselmotoren)
  2. Arbeitsweise (4-Takt-Motoren, 2-Takt-Motoren)
  3. Zylinderanordnung (Boxer-, V-, R,- VR-Motoren)

Beim Boxermotor sind alle Zylinder (oder auch Zylinderbänke) um 180 Grad gegenüberliegend und leicht versetzt zueinander angeordnet. Die Vorteile dieser Zylinderanordnung sind u. a. die flache kurze Bauweise und der gleichmäßige Motorlauf. Dem gegenüber stehen Mehrkosten in der Serienproduktion durch höheren Materialeinsatz (2 Zylinderköpfe). Der Boxermotor wurde und wird in folgende Fahrzeuge verbaut: VW Käfer, Citroen 2CV (Ente) und GS, Porsche Modelle 911 und 356 und Subaru.

Beim V-Motor sind die Zylinder üblicherweise zwischen 40 und 90 Grad zueinander geneigt und etwas versetzt angeordnet. Der Vorteil dieser Anordnung ist die geringe Baulänge und dadurch eine gute Ausnutzung des vorhandenen Motorraumes. Die Nachteile (beim Pkw) sind die Vibrationen, der raue Klang und die aufwendige Konstruktion (2 Zylinderköpfe). Der V-Motor wurde und wird in fast allen Fahrzeugen verbaut.

Beim R-Motor (Reihenmotor) stehen die Zylinder hintereinander, also in Reihe. Reihenmotoren werden bei heckgetriebenen Fahrzeugen längs, bei frontgetriebenen quer zur Fahrtrichtung eingebaut. Die Vorteile sind der ruhige Motorlauf und der einfache Aufbau. Dem gegenüber steht ein erhöhter Platzbedarf im Motorraum (Länge des Motors). Der R-Motor wurde und wird in fast allen Fahrzeugen verbaut.

Der VR-Motor ist eine kompakte Variante eines Motors, der die Vorteile eines V-Motors und eines R-Motors vereint. Dadurch wird der Nachteil des R-Motors, ein erhöhter Platzbedarf, und der Nachteil des V-Motors, die aufwendige Konstruktion (2 Zylinderköpfe), minimiert. Bei VR-Motoren wählt man einen sehr kleinen Neigungswinkel (Zylinder), so dass nur 1 Zylinderkopf verwendet wird. Der VR-Motor entstand in den 30iger Jahren bei Lancia. Volkswagen griff das Konzept auf und entwickelte es weiter. Der VR-Motor wurde und wird hauptsächlich bei VW, aber auch bei Ford, Mercedes und Seat verbaut. Er kommt serienmäßig zum Einsatz bei VW im Golf, Passat, Vento, Bora, Bus T4 und T 5, Ford Galaxy, Mercedes Vito und V-Klasse.

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