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Audi-Urteil Kurzinfo

Markenwerkstatt oder Fachwerkstatt – Was darf der Geschädigte nach Verkehrsunfall abrechnen?

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Verweis auf günstigere Reparaturmöglichkeit des Kfz in freier Fachwerkstatt ist bei Alter des Kfz unter drei Jahren nicht zumutbar

Der Geschädigte eines Unfalls darf die üblichen Reparaturkosten einer Markenwerkstatt abrechnen, die ein von ihm eingeschalteter Sachverständiger auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt hat.

Die gegnerische Haftpflichtversicherung soll nur dann die Möglichkeit haben, den Geschädigten auf eine günstigere Reparaturmöglichkeit in einer mühelos und ohne Weiteres zugänglichen „freien Fachwerkstatt“ zu verweisen, wenn sie darlegen und ggf. beweisen kann, dass eine Reparatur in dieser Werkstatt qualitativ der Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt entspricht.

Der Geschädigte hat zudem die Möglichket, Umstände aufzuzeigen, die eine Reparatur außerhalb der Markenwerkstatt unzumutbar machen würden. Nach Ansicht des BGH soll dies etwa möglich sein, wenn das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt jünger als 3 Jahre ist oder der Geschädigte sein Kfz bisher stets in einer markengebundenen Fachwerkstatt hat warten und reparieren lassen.

(BGH, 22.6.2010 – VI ZR 302/08)

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