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Warum brauche ich einen Rechtsanwalt ?? Die Sachlage ist doch klar !

Diese Frage hören wir immer wieder, wenn wir unsere Kunden über Ihr gutes Recht informieren, die Angelegenheit – wegen der sie ein Gutachten von uns brauchen – durch einen Rechtsanwalt bei der gegnerischen Versicherung vorlegen zu lassen. (Wir sprechen vom Haftpflichtschadenfall, wenn Sie also unschuldig geschädigt wurden.)

 

Vielleicht ist es aufschlussreich, was ein OLG-Richter (!!) kürzlich in sein Urteil schrieb: Auch bei einfachen Verkehrsunfallsachen ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts von vornherein als erforderlich anzusehen… (und) lässt es geradezu als fahrlässig erscheinen, einen Schaden ohne Einschaltung eines Rechtsanwalts abzuwickeln. (siehe unten)
Und fahrlässig wollen Sie sicher nicht handeln !!

 

Unsere Antwort:

– Grundsätzlich müssen Sie nach geltendem Schadensrecht so gestellt werden, als ob der Unfall nicht passiert wäre. Das heißt auch: Sie müssen sich nicht selber um die Formulierung der berechtigten Ansprüche kümmern oder langwierige Korrespondenz mit der anderen Versicherung Ihres Gegners führen usw., sondern Sie dürfen das alles in die Hände eine „sachkundigen Erledigers“ legen, und das darf nur ein Rechtsanwalt (und natürlich eine Rechtsanwältin – aber das ist hier immer mitgemeint…) Der schickt seine Rechnung auch gleich mit an die gegnerische Versicherung – Sie müssen also kein Kostenrisiko befürchten.

– Während es beim Sachverständigengutachten noch eine sogenannte „Bagatellgrenze“ gibt, ist ein Rechtsanwalt jedenfalls für den schuldlos Geschädigten kostenlos bzw. schickt er seine Abrechnung automatisch an die ersatzpflichtige Versicherung. (Bei den Rechtsanwälten, die wir Ihnen empfehlen, können Sie immer davon ausgehen, dass Sie als schuldlos Geschädigter  nichts bezahlen und dass auch im Zweifelsfall – wenn Sie nicht ganz sicher sind – das Erstgespräch in jedem Fall kostenfrei ist.)

– Sie sollten auch nicht erst abwarten, ob die ersatzpflichtige Versicherung vielleicht doch nett ist und zahlt. Wenn diese nämlich – was meist der Fall ist – zu knausern versucht und etwas abzieht oder nur einen Teil zahlen will, ist der Rechtsanwalt verständlicherweise nicht besonders glücklich, wenn Sie ihn nur wegen der fehlenden 100 Euro beauftragen. Hätte der nämlich gleich von Anbeginn an sich der Sache angenommen, wäre es vermutlich gar nicht erst zu den Abzügen gekommen.

 

Wenn Sie keinen Rechtsanwalt (evtl spezialisiert für Verkehrssachen) kennen, sprechen Sie uns an.   Wir nennen Ihnen gerne jemand in Ihrer Nähe

 

Noch ein Hinweis: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat in einem Urteil vom 02.12.2014 (Aktenzeichen 22 U 171/13) ausdrücklich festgestellt, dass die Einschaltung eines Rechtsanwalts heutzutage immer erforderlich ist und es geradezu fahrlässig wäre, einen Schaden selbst abwickeln zu wollen. Das sagt wohl genug! Hier der Auszug aus dem Urteil:

Auch bei einfachen Verkehrsunfallsachen ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts von vornherein als erforderlich anzusehen. Gerade die immer unüberschaubarere Entwicklung der Schadenspositionen und der Rechtsprechung zu den Mietwagenkosten, Stundenverrechnungssätzen u.ä. lässt es geradezu als fahrlässig erscheinen, einen Schaden ohne Einschaltung eines Rechtsanwalts abzuwickeln. Das gilt nur dann nicht, wenn es sich bei dem Geschädigten um ein weltweit agierendes Mietwagenunternehmen …oder Leasingunternehmen eines großen Autoherstellers handelt … . Auch die Einschaltung zu einem außergerichtlichen Güteversuch ist möglich, wenn dieser nicht von vornherein aussichtslos ist.

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