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McPherson-Federbein

Der Begriff stammt aus dem amerikanischen. Er hat seinen Namen von dem Ingenieur Earl S. McPherson (1891-1960). Der Techniker war u.a. Chefentwickler bei General Motors (GM) und zuständig für Chevrolet.

Während dieser Zeit hatte er die Idee zur Vereinigung von Stoßdämpfer und Schraubenfeder, um so ein platzsparendes und günstiges Aufhängungsprinzip zu schaffen. Diese Idee wurde am 26. September 1949 patentiert. Das Prinzip hat sich bis heute gehalten und wird in Fahrzeugen der Klein- und Mittelklasse aber auch von Flugzeugen und in Maschinen eingesetzt. Dabei erfolgt eine schwingungsmechanische Entkopplung von z. B. Rädern und restlichem Fahrzeug. In Europa wurde es erstmals im englischen Ford Consul verwendet, der auf der Londoner Automobilausstellung im Oktober 1950 vorgestellt wurde.

McPherson-Federbein ohne oberen Federteller und Achsschenkel (Grundprinzip des Patentes)

McPherson-Federbein ohne oberen Federteller und Achsschenkel (Grundprinzip des Patentes)

Die Kombination der McPherson Radaufhängung mit Querstabilisator trägt entscheidend zur Fahrzeugsicherheit bei.

Zur Technik: Ein McPherson-Federbein ist zusammen mit dem Querlenker, der Schubstrebe/Stabilisator und der Spurstange ein komplettes Radaufhängungssystem. Das Federbein besteht im Wesentlichen aus Feder, Schwingungsdämpfer (= Stoßdämpfer) und Achsschenkel.

Bei einfachen Ausführungen ist nicht nur der untere Federteller, sondern auch der Achsschenkel mit dem Zylinder des hydraulischen Schwingungsdämpfers (= Stoßdämpfer) verschweißt. Der mit dem Federbein verschraubte Achsschenkel ermöglichen hingegen das Einstellen des Sturzes.

Der obere Federteller ist im sogenannten Federbeindom in der Karosserie gelagert, oft über ein Wälzlager. Das Lager ist nötig, damit die Feder sich beim Lenken gegenüber der Karosserie drehen kann und nicht verspannt wird, denn bei Lenkbewegungen dreht sich das gesamte Federbein. Der Achsschenkel ist in einem Kugelkopflager (Kugelgelenk) im Querlenker gelagert.

Hier sehen Sie die Patenschrift und so sah das Original-Patent aus:

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