JSP Gruppe

Ausreden in Bussgeldverfahren

In Kassel wurde ein Temposünder geblitzt. Auf die Anhörung kam folgendes Schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
der von mir begangene Tempoverstoß tut mir aufrichtig leid. Zum Zeitpunkt des Blitzes befand ich mich jedoch in einem nicht-schuldfähigen geistigen Zustand: Ich war auf dem Weg, um meine Schwiegermutter abzuholen. Nachdem ich die werte Dame zuvor bereits zwei mal – mehr oder weniger ungewollt – versetzt hatte, hatte sie mir damit gedroht, beim nächsten Vorfall dieser Art unter einem Vorwand zu meiner Frau und mir zu ziehen.
Werte Damen und Herren, das können Sie nicht wollen! Da ich dies unter allen Umständen vermeiden musste, sah ich mich an dem betreffenden Tag dazu gezwungen, ein wenig schneller zu fahren als erlaubt. Ich hoffe, Sie haben Verständnis für meine schwierige Lebenssituation und lassen in diesem Fall Gnade vor Recht ergehen.

Sie denken, kein Mensch käme auf die Idee, derartige Ergüsse an eine Behörde zu schicken? Weit gefehlt! Das Regierungspräsidium Kassel sammelt solche und ähnliche Ausflüchte kreativer Mitbürger. Dabei finden sich nicht nur erheiternde Erklärungen für zu schnelles Fahren, sondern auch skurrile Unfallberichte und Ähnliches.

Aus der Sammlung des Regierungspräsidiums Kassel (mit freundlicher Genehmigung des Pressesprechers, Herr Conrad)

MAUS-KLICK  auf das Bild   –  und dann auf die Pfeile unten links oder rechts.

© 2013 JSP-Gruppe //Impressum